Bundesregierung reagiert auf Berliner Strom-Attacke – Cybersicherheit für KRITIS gestärkt
Nach dem koordinierten Brandanschlag auf das Stromnetz in Berlin-Steglitz Anfang Januar 2026 hat die Bundesregierung ein umfangreiches Cybersicherheits- und Schutzpaket angekündigt. Der Vorfall, bei dem mehrere Hochspannungsmasten beschädigt wurden und zeitweise rund 45 000 Haushalte sowie 2 200 Betriebe ohne Strom dastanden, verdeutlicht die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktur (KRITIS) in Zeiten hybrider Bedrohungen.
Das Paket sieht vor, digitale und physische Sicherheitsmaßnahmen stärker zu verzahnen. Dazu gehören strengere Vorgaben für Betreiber kritischer Infrastruktur, ein erweitertes BSI-Meldeportal für IT-Vorfälle, mehr Ressourcen für Ermittlungsbehörden und ein Schwerpunkt auf der Schutzarchitektur gegen Cyberangriffe, Sabotage und physische Angriffe. Anbieter von Sicherheitsdienstleistungen werden dadurch indirekt stärker in die Pflicht genommen: Ihre Konzepte müssen künftig nicht nur Objektschutz und Zutrittskontrolle umfassen, sondern auch die Abwehr komplexer digital-physischer Angriffe adressieren.
Für Unternehmen wie proSicherheit bedeutet dies, dass moderne Sicherheitskonzepte noch stärker als integrativer Bestandteil von Risikomanagement, Notfallorganisation und Schutz kritischer Infrastrukturen wahrgenommen werden – über klassisches Bewachen hinaus. Ebenso wächst die Nachfrage nach Beratung, Risikoanalyse und Konzeptentwicklung, die sowohl physische als auch IT-Sicherheit einbezieht.

